Unser Wasserfußabdruck
Nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen
Wir brauchen Wasser in allen Bereichen des Lebens. Als Trinkwasser, im Haushalt sowie in der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion unserer Nahrungsmittel und Konsumgüter. Wir nutzen Wasser also nicht nur zum direkten Verbrauch, sondern auch indirekt bei der Herstellung aller Produkte, die wir täglich nutzen oder konsumieren.
Dieses Wasser nennt man virtuelles Wasser. Die Summe des direkt und indirekt genutzten Wassers ergibt unseren individuellen Wasserfußabdruck. Dieser spiegelt den tatsächlichen Wasserverbrauch jedes einzelnen Menschen wider.
In der Regel nutzen wir alle Produkte aus dem In- und Ausland, wie Smartphones, Batterien, Spielzeug oder Kleidung. Unsere Nahrungsmittel kommen teilweise aus weit entfernten, oft südlichen Ländern, in denen eine künstliche Bewässerung aufwendig betrieben werden muss. Daher kann man sagen, dass jeder von uns durch sein Konsumverhalten Einfluss auf die globale Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen nimmt. Wassernotstand ist also kein örtlich begrenztes Problem der betroffenen Länder, sondern geht uns alle etwas an. Durchschnittlich gehen wir in Deutschland von einem täglichen Verbrauch von 130 l Wasser pro Person aus.
Rechnen wir das virtuelle Wasser hinzu, kommen wir auf einen Wasserverbrauch pro Kopf von 4.000 l am Tag. Das ist eine riesige Wassermenge, die sich in den vielen Produkten versteckt, die wir täglich konsumieren. Virtuelles Wasser wird bei jedem einzelnen Produktionsschritt aufgewendet, wie zur Bewässerung der Anbauflächen unserer Nahrungsmittel oder Ausspülen seltener Erden für etliche unserer Geräte. Daher müssen wir uns Gedanken über unser Konsumverhalten machen. Für die Herstellung einer Tasse Kaffee werden zum Beispiel 140 l Wasser benötigt. Beim Hamburger sind es schon 2.400 l Wasser. Für die Herstellung eines Computers sind unglaubliche 20.000 l nötig.
Jährlicher Wasserfußabdruck Deutschland


