Öffentlichkeitsarbeit – Wissenswertes rund ums Wasser

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittelt. Der Süßwasservorrat der Erde macht nur 2 % aus, obwohl Zweidrittel unseres Planeten mit Wasser bedeckt sind. Darum sollten wir klug und überlegt mit Wasser umgehen.

Mit unseren Informationsmaterialen für Schüler und Lehrer und der Möglichkeit, ein Wasserwerk oder eine Kläranlage zu besichtigen, versuchen wir, jedem das Element Wasser vertraut zu machen.

Besichtigungen – Wir führen Sie durch die Welt des Wassers

Woher kommt das Wasser in unserem Versorgungsgebiet? Was geschieht mit ihm nach Gebrauch? Bei unseren Führungen durch Wasserwerke oder Kläranlagen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen. Wir bieten für interessierte Gruppen kostenlose Führungen durch unsere Wasserwerke, Kläranlagen und Pumpwerke an. Dieses Angebot gilt für alle Altersklassen.

Kläranlage

Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie Ihr Abwasser gereinigt wird?

Dann sollten Sie mal eine unserer Kläranlagen besuchen. Wir zeigen Ihnen die einzelnen Stationen der Abwasserreinigung. Am Ende der Führung werden Sie staunen, wie sauber das Wasser wieder unsere Kläranlage verlässt.

  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Teilnehmerzahl: maximal 25 Personen
     

Adressen:

Kläranlage Bad Bentheim
Bauernschaft
48455 Bad Bentheim
Telefon: 05922 3808   

Kläranlage Schüttorf
Am Rüthkamp 7
48465 Schüttorf
Telefon: 05923 803-611    

Kläranlage Salzbergen
Wieschebrink 6a
48499 Salzbergen
Telefon: 05976 2605

Ihr Kontakt

Jörg Meyer

Telefon:  05923 803-604
E-Mail:    meyer@ta-verband.de

Wasserwerk

Eine Reise durch die Welt des Trinkwassers

Wasser ist ein spannendes Thema. Jeder von uns benötigt Wasser. Allein im Haushalt verwenden wir täglich rund 120 Liter. Woher kommt das Wasser in unserem Versorgungsgebiet? Wir zeigen Ihnen, wie Wassergewinnung funktioniert!

In unserem Wasserwerk erfahren Sie allgemein etwas zu den Kernaufgaben des Trink- und Abwasserverbandes, bevor im Zuge eines Rundgangs die verschiedenen Verfahrensschritte der Trinkwasseraufbereitung erläutert werden. 

  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Teilnehmerzahl: maximal 25 Personen

Adressen:

Wasserwerk Hagelshoek
Wasserwerkstraße 6   
48455 Bad Bentheim 
Telefon: 05923 803-632

Wasserwerk Ahlde
Ahlde 119
48488 Emsbüren
Telefon: 05923 803-631

Ihr Kontakt

Jens Herrmann

Telefon:  05923 803-637
E-Mail:    herrmann@ta-verband.de

Informationen für Schulen

Für Lehrer und Erzieher

Wir möchten helfen, Wasser-Wissen zu vermitteln. Darum haben wir hier Material zur Welt des Wassers zusammengestellt, das Ihnen Informationen geben und z.B. bei der Vorbereitung des Unterrichts unterstützen soll. Weiterhin haben wir uns Experimente mit Wasser überlegt, die Spaß und Spannung in den Unterricht bringen.
 

Was ist Grundwasser?

Bist du schon mal im Quendorfer See geschwommen? In diesem Fall war dein Badewasser Grundwasser. Grundwasser sieht man normalerweise nicht, denn es befindet sich unter der Erde. Mal sammelt es sich nur einen Meter unter der Erdoberfläche an, manchmal in 50 Metern Tiefe.

Grundwasser fließt durch die mit Luft gefüllten Hohlräume der Erdschichten – in kleine Poren und große Spalten. Bei seiner Bewegung durch den Untergrund wird das Wasser nicht dreckig. Ganz im Gegenteil: Von Sand, Kies und anderem Gestein wird es auf natürliche Weise gefiltert und gesäubert.

Wie entsteht Grundwasser?

Wenn Wasser als Regen, Schnee oder Hagel auf die Erdoberfläche fällt, wird es teilweise vom Erdboden aufgenommen. Der Niederschlag versickert und fließt immer tiefer nach unten. Doch irgendwann wird die Erdschicht zu dicht und undurchlässig. Das Wasser kann nicht weiter nach unten dringen. Deshalb sammelt sich oberhalb dieser undurchlässigen Schicht Grundwasser und bewegt sich weiter – etwa in die Richtung eines Bachs. Auch Wasser aus Seen, Flüssen und Bächen versickert und kann so zu Grundwasser werden.

Grundwasserleiter

Das Wasser dringt mal ganz langsam, mal richtig schnell in den Boden ein. Und manchmal wird es ausgebremst und kann gar nicht mehr nach unten versickern. Das ist abhängig von der Wasserdurchlässigkeit der Erdschicht.
In Schichten mit Kies und Sand befinden sich kleine Poren, in Kalk und Sandstein Spalten und Risse und im Dolomitgestein sogar unterirdische Gänge und Höhlen. Weil Gesteinsschichten aus diesen Materialien Grundwasser weiterleiten, nennt man sie Grundwasserleiter. Dabei fließt das Wasser durch größere Hohlräume schneller, als wenn es durch winzig kleine Poren dringen muss.

Grundwasserhemmer

Es gibt auch Gesteinsschichten, die kein Wasser durchlassen. Diese nennt man Grundwasserhemmer. Zum Beispiel bestehen Ton, Schluff und Lehm aus winzig kleinen Körnern, die so gut wie keinen Platz für Lufthohlräume lassen. Und wenn die feinen Körner dem Wasser den Weg versperren, kann es nicht in den Boden eindringen. 

Die Grundwasserhemmer verhindern, dass das Grundwasser bei seiner unterirdischen Reise weiter in die Tiefe fließt. Es sammelt sich oberhalb dieser undurchlässigen Gesteinsschicht an und bildet den sogenannten Grund-wasserkörper.

Wichtig und gefährdet

In vielen Regionen der Welt wird aus dem Grundwasser Trinkwasser gewonnen – auch bei uns in der Grafschaft Bentheim ist das der Fall. Daher ist es besonders wichtig, das Grundwasser zu schützen.
Das Wasser wird im Erdreich auf natürliche Weise gereinigt. Doch der Mensch gefährdet die Qualität des Grundwassers. Zum Beispiel gelangen Dünger und Pflanzenschutzmittel, die von der Landwirtschaft und im eigenen Garten verwendet werden, in den Boden und vermischen sich mit Grundwasser.

Die Reise des Wassers ...

... nennt man den natürlichen Wasserkreislauf. Wasser verändert nicht nur seinen Ort, sondern auch seinen Zustand. Wenn es sich erwärmt, wird es zu Wasserdampf. Ist es sehr kalt, friert Wasser zu Eis. Aber meistens ist Wasser einfach nur flüssig. Die unterschiedlichen Zustände des Wassers nennt man Aggregatzustände: fest, flüssig und gasförmig.

Wasser verdunstet

Wasser besteht aus vielen kleinen Wassertropfen, die sich bewegen. Wenn die Sonne scheint, erwärmen sich die Gewässer auf der Erde. Durch die Hitze lösen sich die kleinen Tropfen voneinander und steigen als unsichtbarer Wasserdampf in den Himmel. Das nennt man Verdunstung. Je wärmer es also ist, desto mehr Wasser verdunstet. Das meiste Wasser verdunstet über den Meeren.

Wolken entstehen

Das verdunstete Wasser steigt nach oben in immer kältere Luftschichten. In der kalten Luft kühlt sich der Wasserdampf ab. Durch den hohen Druck ganz oben im Himmel werden die Tropfen zusammengedrückt und Wolken entstehen. Die Wissenschaftler nennen das Kondensation

Es regnet

Bevor es regnet, werden die Wolken immer größer, dichter und dunkler. Das kannst du am Himmel beobachten. Irgendwann sind in Regen- oder Gewitterwolken so viele Wassertropfen, dass sie zu voll sind. Dann fallen die einzelnen Wassertropfen als Regen, Schnee oder Hagel auf die Erde.

Wasser versickert

Aus den Wolken fällt Niederschlag in die Flüsse, Seen und Meere. Regen, der auf Felder, Wiesen oder Wälder fällt, wird von Pflanzen aufgenommen oder versickert im Boden. Das versickerte Wasser sammelt sich an wasser-undurchlässigen Schichten tief im Boden und wird wieder zu Grundwasser.

Was ist Gülle?

Für die Düngung der Pflanzen auf ihren Feldern benutzen Landwirte meistens Gülle. Was das ist, hast du sicher schon mal gehört. Gülle besteht aus dem Kot und Urin von Tieren.

Warum kann man mit Gülle düngen?

Aber Gülle enthält auch viele Nährstoffe: z. B. Nitrat. Deshalb wird es gerne als Dünger verwendet.

Problem Überdüngung

Das Problem ist, dass oft zu viel Gülle auf den Feldern verteilt wird. Wenn die Pflanzen nicht alle Nitrate aufnehmen, bleiben Reste im Boden. Mit der Zeit gelangt das Nitrat dann ins Grundwasser.

Warum gehört Nitrat nicht ins Grundwasser?

Aus dem Grundwasser wird Trinkwasser hergestellt. Sind die Nitratwerte zu hoch, muss das Wasser zunächst aufwändig gefiltert werden. Das wiederum könnte dazu führen, dass Trinkwasser in Zukunft teurer wird.

Was kann man dagegen tun?

Umweltexperten fordern schon lange, dass strenger darauf geachtet wird, dass nicht zu viel Gülle auf die Felder gelangt. Mit einer genauen Düngeplanung wäre die teure Reinigung gar nicht erst nötig.
Neben der Reduzierung der Düngemenge kann der Bauer auch sogenannte Zwischenfrüchte pflanzen, die das überschüssige Nitrat aufnehmen

Experimente mit Wasser

Arbeitsblätter und Informationsmaterialien

Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz hat gute Arbeitsblätter und Schülerhefte entwickelt, die wir hier zum kostenlosen Download anbieten:

Auch der Bundesverband der Wasser- und Energiewirtschaft (BDEW) hat einige Informationsmaterialien zusammengestellt, die wir als kostenlosen Download anbieten:

Tipps zum richtigen Umgang mit Wasser

Auf Gartenbewässerung mit Trinkwasser verzichten

Die hochsommerlichen Temperaturen führen oft zu enormen Trinkwasserverbräuchen. Die Menschen duschen häufiger, Planschbecken werden gefüllt und Gärten oder Grünanlagen bewässert. Die Wasserversorger stoßen dann schon mal mit der Trinkwasseraufbereitung an ihre Grenzen. Die Leistungskapazitäten der Wasserwerke werden voll ausgeschöpft und auch die Wasserrechte, die die maximalen Fördermengen definieren, stoßen an ihre Grenzen.

Darum möchten wir Sie bitten, auf die Garten- und Grünanlagenbewässerung zu verzichten oder beschränken Sie sich auf das Nötigste, damit der Trinkwasserbedarf auch bei Extremtemperaturen in ausreichendem Maße gedeckt und die störungsfreie Versorgung weiterhin sichergestellt werden kann.

Was gehört nichts ins Abwasser?

Jeder Einzelne ist gefordert, sorgsam mit Wasser umzugehen. Dies gilt sowohl bei Trink- als auch bei Abwasser. Gelangt Müll in die Toilette, so wird dieser mitsamt dem Abwasser in die Kläranlage gespült. Dort beginnt dann der Reinigungsprozess. Je mehr Windeln, Wattestäbchen, kleine Kleidungsstücke und anderer Abfall sich im Wasser befinden, desto aufwendiger ist die Reinigung. Dabei muss nicht nur das Schmutzwasser vom Müll befreit werden, sondern natürlich auch die Kläranlagen. Feuchtes Toilettenpapier, Pflaster, Essensreste, Watte, Windeln, Medikamente und andere Abfälle müssen über die Restmülltonne oder den Sondermüll entsorgt werden. 

Sparen an der richtigen Stelle

Im Schnitt fließen 10 % der Energiekosten eines Haushalts in die Bereitung von Warmwasser. Gehen Sie daher sorgsam mit dem warmen Wasser um – Sie schonen dabei nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern durch die CO₂-Vermeidung auch das Klima.

Was nicht ins Abwasser gehört

Feste oder flüssige Stoffe, die nicht in den Ausguss oder die Toilette gehören

Was sie anrichten

Wo sie hingehören

Säuren und Laugen, Desinfektions­-, Abbeiz und Holzschutzmittel, Altöl, Pflanzenschutz- und Insektenbekämpfungsmittel etc.

vergiften das Abwasser und behindern die biologische ReinigungAnnahmestellen und mobile Sammlungen der Abfallwirtschaft bzw. Rückgabe an Handel

Speisereste

verstopfen Ihre Rohrleitungen und die Kanäle und ziehen Ratten anRestmüll
Brat- und Frittierfett, Speiseölverstopfen Rohre und Kanäle und behindern/verteuern so die AbwasserreinigungRestmüll
Feuchttücher, Slipeinlagen, Binden, Kondome, Haare, Windeln, Ohrenstäbchen, Zellstoff, Scheuertücher und Putzlappenverstopfen Rohre und Kanäle und behindern/verteuern so die AbwasserreinigungRestmüll
Zigarettenkippen, Rasierklingen, Korken und Flaschenverschlüsse etc.behindern und verteuern die AbwasserreinigungRestmüll bzw. Gelber Sack
Medikamentevergiften das Abwasser und behindern die biologische ReinigungRestmüll
Sparsamer Umgang mit Abfluss-, Sanitär- und WC-Reinigerkönnen Ihre Rohrleitungen und Dichtungen zerfressen, vergiften das Abwasser und behindern die biologische Abwasserreinigungumweltschonender sind Saugglocke, Rohrreinigerspirale und Toilettenreiniger
Farben und Lacke, Verdünner, Kosmetikreste wie Nagellackentfernervergiften das AbwasserAnnahmestellen und mobile Sammlungen der Abfallwirtschaft

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der kompakt-Ausgabe 2/2016.